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Barther Yachtservice

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Offen für neue Entwicklungen im Bewuchsschutz

Unterwasseranstriche (Antifoulings) enthalten in der Regel giftige Verbindungen wie Organozinn oder auch Kupfer, mit denen der Ansatz von Seepocken, Muscheln und Algen verhindert wird. Unerfreulich daran ist, dass diese Verbindungen sich im Wasser und in den Sedimenten anreichern und hier im Laufe der Zeit zu erheblichen Umweltbeeinträchtigungen führen. Die internationale Meeresorganisation IMO hat sich deshalb ab 2003 auf ein generelles Verbot der Verwendung der besonders gefährlichen organozinnhaltigen Anstriche geeinigt. Auch die zwar noch zugelassenen aber ebenfalls giftigen kupferhaltigen Anstrichsysteme sollen jedoch so bald wie möglich durch giftfreie Bewuchsschutzsysteme abgelöst werden. Echte Alternativen sind also gefragt und die Wissenschaft sucht weltweit nach Lösungen.

Die Schiffswerft Barth ist für diese neuen Lösungen offen und bereit, mit Einverständnis der Auftraggeber/Reeder, Erprobungsversuche mit neuen, giftfreien Methoden zur Bewuchsverhinderung zu unterstützen. 2004 wurden in Abstimmung mit der Bundesmarine auf einem 15 m-Schlepper Testflächen zur Erprobung eines in Rostock entwickelten Antifoulingsystems beschichtet. Das besondere daran: der äußere Anstrich ist leitfähig und durch das Anlegen von Strom kann der pH-Wert in einer nur zehntel mm starken Grenzschicht zum Wasserkörper im Wechsel basisch und sauer eingestellt werden, was, wie in Laborversuchen und auch Freilandtests erprobt wurde, den Ansatz von Bewuchsorganismen verhindern kann. Mit der Teilbeschichtung des Schleppers wird in Deutschland mit finanzieller Unterstützung durch die Deutsche Bundesstiftung Umwelt erstmals ein Verfahren dieser Art im großen Maßstab erprobt.

An der Entwicklung und vor allem marktfähigen Umsetzung dieser neuen Methode sind neben den "Vätern" der Idee, Meeresbiologen aus der Firma bioplan, eine Reihe kleiner und mittelständischer Unternehmen aus MVP beteiligt: bioplan GmbH (Rostock), DOT GmbH (Rostock), KVST (Barth), SOHnix AG (Rostock-Sievershagen), EUB e.V. (Hohen Luckow), Hempel Farben (Deutschland). Nähere Informationen zum Thema sind unter www.bioplan-online.de zu finden.

Weitere Versuche mit alternativen Antifoulingbeschichtungen sind für August geplant. Dabei geht es um die Testung von Silikonfolien, mit denen sich eventuell auch der Korrosionsschutz verbessern ließe.